Nidwalden

    Nidwalden soll medizinische Präventionsprogramme unterstützen

    Keystone-SDA Regional
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    Nidwalden,

    Der Kanton Nidwalden soll medizinische Präventionsprogramme unterstützen können. Ursprünglich hatte eine Motion konkret systematische Brustkrebs-Screenings verlangt, der Regierungsrat beantragte jedoch eine allgemeinere Formulierung.

    Der Kanton Nidwalden soll die gesetzlichen Grundlagen für systematische Brustkrebsscreenings erhalten. (Symbolbild)
    Der Kanton Nidwalden soll die gesetzlichen Grundlagen für systematische Brustkrebsscreenings erhalten. (Symbolbild) - Keystone/GAETAN BALLY

    Diesem Antrag folgte der Landrat am Mittwoch mit 43 zu 12 Stimmen. In der Schlussabstimmung überwies er die abgeänderte Motion mit 49 Ja- und 4 Nein-Stimmen bei zwei Enthaltungen.

    Die Regierung wollte die Forderung der Motion breiter, aber auch weniger verbindlich umzusetzen. Statt sich konkret auf Brustkrebsscreenings zu beziehen, soll die Regierung die Grundlage schaffen, Präventionsprogramme generell zu unterstützen.

    Die Ratslinke wehrte sich erfolglos gegen den vageren Auftrag. Thomas Wallimann (Grüne) sprach von «warmer Luft», welche die neue Formulierung erzeuge. Stattdessen sei Brustkrebs als weit verbreitetes Krankheitsbild konkret anzugehen. Vreni Völkle (Grüne) betonte, es gehe nicht um eine «Frauensache». Brustkrebs betreffe immer ganze Umfelder, sei es in der Familie oder am Arbeitsplatz.

    Diesen Argumenten folgte die bürgerliche Mehrheit nicht. Auch die zuständige Kommission für Finanzen, Steuern, Gesundheit und Soziales (FGS) unterstützte den von der Regierung geänderten Motion. Sie wolle aber im Gesetzgebungsprozess auf die Verbindlichkeit bezüglich Brustkrebsvorsorge pochen.

    Screenings versprechen Früherkennung

    Gemäss dem Vorstoss der ehemaligen Landrätin Elena Kaiser (Grüne) werden Tumore durch systematische Screenings früher entdeckt und müssen weniger aggressiv behandelt werden. Letztlich sollen Betroffene dadurch nach ihrer Diagnose länger leben können.

    15 Kantone haben bereits ein systematisches Programm zur Brustkrebs-Vorsorge. In weiteren Kantonen gibt es aktuell Bestrebungen, dieses einzuführen, darunter sind auch Uri und Zug.

    Als erster Zentralschweizer Kanton führte Luzern im Juli ein systematisches Vorsorgeprogramm ein. Dabei werden Frauen zwischen 50 und 74 Jahren alle zwei Jahre zur Mammografie eingeladen.

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