Stadt Luzern

Referendum gegen Containerläden in Luzern eingereicht

Keystone-SDA Regional
Keystone-SDA Regional

Luzern,

Im Kanton Luzern sollen unbediente Läden und Shops bei Elektrotankstellen nicht von erweiterten Öffnungszeiten profitieren. Gewerkschaften und Detaillisten haben am Mittwoch das Referendum gegen die vom Kantonsrat beschlossene Liberalisierung eingereicht.

Nach Ansicht von Gewerkschaften und Detaillisten sollen im Kanton Luzern nur Hofläden, aber nicht alle unbedienten Läden, von verlängerten Öffnungszeiten profitieren. (Symbolbild)
Nach Ansicht von Gewerkschaften und Detaillisten sollen im Kanton Luzern nur Hofläden, aber nicht alle unbedienten Läden, von verlängerten Öffnungszeiten profitieren. (Symbolbild) - KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER

Gemäss einer Mitteilung des Komitees wurde das Referendum von 4169 Luzerner Stimmberechtigten unterzeichnet. Für das Zustandekommen sind gemäss der Kantonsverfassung 3000 gültige Unterschriften nötig.

Gewerkschaften und Detaillisten kritisieren, dass der Kantonsrat nicht nur für unbediente Hofläden, sondern für alle unbedienten Läden bis zu einer Verkaufsfläche von 30 Quadratmeter eine längere Öffnungszeit von 5 Uhr bis 22 Uhr zulassen will. Sie befürchten, dass anonyme Containerläden die Dorfläden verdrängen könnten.

Der Kantonsrat entschied zudem, dass auch Elektrotankstellen rechtlich als Tankstellen behandelt werden sollen und deswegen auch einen Shop mit privilegierten Öffnungszeiten führen dürfen. Dies werde zu einer starken Zunahme von Tankstellenshops und zu mehr Sonntagsarbeit führen, teilten Gewerkschaften und Detaillisten mit.

Damit nicht bei jeder Ladestation ein Laden mit längeren Öffnungszeiten geführt werden kann, machte der Kantonsrat Vorgaben. So muss die Ladestation mindestens vier Steckdosen haben. Die Verkaufsfläche ist auf 100 Quadratmeter beschränkt.

Eine Regelung allein für Hofläden wurden sie begrüssen, teilten Gewerkschaften und Detaillistenverband mit. Zum Schutz des lokalen Detailhandels und des Verkaufspersonals müsse die beschlossene und «überladene» Liberalisierung aber abgelehnt werden.

Mehr aus Stadt Luzern

VVL
1 Interaktionen
Politik
Mario Frick FC Luzern
2 Interaktionen
«Ein Stück zu wenig»
Martin Birrer FDP
5 Interaktionen
Politik

Mehr aus Zentral

1 Interaktionen
Luzern