Schwyzer Kantonsrat segnet positive Jahresrechnung 2025 ab

Der Schwyzer Kantonsrat hat die Jahresrechnung 2025 mit grosser Mehrheit genehmigt. Während die Bürgerlichen die hohen Einnahmen kritisierten und dennoch zustimmten, lehnte die Linke die Rechnung ab, weil sie mit der Verwendung dieser Einnahmen nicht einverstanden war.

Mit 80 zu 15 Stimmen fiel die Zustimmung deutlich aus. Der Kanton Schwyz hatte 2025 um 124 Millionen Franken besser abgeschlossen als budgetiert. Statt tiefroter Zahlen präsentierte der Kanton ein Plus von 8,7 Millionen Franken. Das Nettovermögen betrug Ende des Jahres 865 Millionen Franken und war damit erstmals seit Langem wieder rückläufig.
Die Hauptgründe für den positiven Abschluss waren unerwartete Einnahmen aus Ausschüttungen der Schweizerischen Nationalbank sowie höhere Steuereinnahmen. Finanzdirektor Herbert Huwiler (SVP) sagte im Rat dazu: «Wir werden noch froh sein um das Geld.» Denn die Ausgaben «steigen munter weiter», besonders im Bildungs- und Gesundheitswesen.
Dieter Göldi kritisierte namens der SVP-Fraktion, der Kanton habe sein Ziel verfehlt, das Eigenkapital von über 900 Millionen Franken nach und nach abzubauen. Der Kantonsrat habe darauf in der letzten Budgetdebatte «glücklicherweise» mit einer neuerlichen Steuersenkung reagiert. Das sei der richtige Weg, die Überschüsse an die Bevölkerung zurückfliessen zu lassen, bekräftigte FDP-Fraktionssprecher Pirmin Geisser.
Diesem Vorgehen standen GLP- und SP/Grüne-Fraktion kritisch gegenüber. Mit Steuersenkungen schaffe der Kanton «keinen bleibenden Gegenwert», sagte Dominik Stocker (GLP). Im Gegenteil würden dadurch Probleme wie hohe Wohnungsmieten verschärft.
In die gleiche Kerbe schlug Bianca Bamert (SP/Grüne) mit ihrem Votum. Sie bemängelte, dass trotz der hohen Einnahmen gewisse Projekte «aufgrund fehlender Ressourcen» nicht umgesetzt würden. Systemrelevante Projekte, die den Service für die Bevölkerung verbessern sollen, blieben auf der Strecke. Zudem sorgten die Verzögerungen für höhere Kosten.
Linke und GLP forderten insbesondere, in bezahlbaren Wohnraum zu investieren und die digitale Transformation konsequenter zu verfolgen. Auch von Stefan Langenauer (Mitte) gab es Kritik für die «ungenügende strategische Führung» in der Digitalisierung.






