Schwyzer Regierungsrat bremst Erwartungen zur KI

Der Schwyzer Regierungsrat bremst Hoffnungen auf einen Einsatz der künstlichen Intelligenz (KI) in der Steuerverwaltung. Rechtliche Hürden und fehlende Daten stünden einem baldigen umfassenden Einsatz entgegen.

Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat, ein Postulat von Kantonsrat Thomas Grieder (SVP) nicht erheblich zu erklären. Der Vorstoss fordert eine Prüfung, wie mittels KI Abläufe automatisiert, Personalkosten eingespart und die Angestellten von repetitiven Arbeiten entlastet werden könnten.
Die Regierung argumentiert in ihrer am Donnerstag publizierten Antwort auf das Postulat, dass KI im Steuerwesen nur unterstützend, etwa zur Plausibilisierung von Steuerdaten, eingesetzt werden könne. Zum fachlichen Bewerten und Beurteilen von Steuerdaten sei sie noch nicht geeignet.
Es fehle eine explizite rechtliche Grundlage im Steuergesetz, erklärt der Regierungsrat. Zudem bestünden Risiken bezüglich des Steuergeheimnisses, der Datensicherheit und der Nachvollziehbarkeit von Entscheiden. Ob KI-generierte Verfügungen und Entscheide von den Steuerpflichtigen akzeptiert würden, sei im Minimum fraglich.
Der wegen der Einführung der Individualbesteuerung ab 2032 erwartete personelle Mehrbedarf von 20 bis 25 Stellen in der Steuerverwaltung lässt sich nach Angaben des Regierungsrats nicht wesentlich durch KI reduzieren. Es fehlten verlässliche Grundlagen, um eine KI für diese Aufgabe zu trainieren, macht er geltend. Diese Daten müssten über mehrere Jahre aufgebaut werden.
Der Regierungsrat betont ferner, dass die Digitalisierung aber vorangetrieben werde. Die Steuerverwaltung verfüge bereits über einen hohen Automatisierungsgrad.






