Stadt Zug kauft die Villa Unterer Frauenstein nicht

Die Stadt Zug verzichtet auf den Kauf der 44 Millionen Franken teuren Villa Unterer Frauenstein. Dies hat der Grosse Gemeinderat am Dienstagabend mit 20 zu 15 Stimmen bei 2 Enthaltungen beschlossen.

Ein eher knapper Parlamentsentscheid hatte sich abgezeichnet. Die vorberatende Bau- und Planungskommission hatte die Ablehnung des Kaufs beantragt, die Geschäftsprüfungskommission dagegen die Annahme.
Die Ablehnung wurde vor allem mit dem hohen Preis begründet. Die Mittel könnten auch in den preisgünstigen Wohnungsbau investiert werden, hiess es etwa. Die Stadt habe noch weitere hohe Ausgaben zu leisten.
Die Befürworter eines Kaufs bezeichneten das Objekt dagegen als «Perle am See» und die Möglichkeit eines Erwerbs als «Jahrhundertchance». Zudem stehe die Stadt Zug finanziell gut da.
Die Villa Unterer Frauenstein wurde 1850 gebaut und liegt in der Nähe des Casinos am Zugersee. Das Grundstück ist 5514 Quadratmeter gross und hat über eine Länge von 70 Metern Seeanstoss.
Ziel des Stadtrats war es, die Gartenanlage für die Bevölkerung zu öffnen und die Länge des öffentlich zugänglichen Seeufers in dem Gebiet zu vergrössern. Die Nutzung der Villa war noch nicht geklärt.






