Zehn Luzerner Schweinebetriebe zur Krankheitsbekämpfung geräumt

Um die Ausbreitung einer Lungenkrankheit zu stoppen, hat der Kanton Luzern zehn betroffene Schweinezuchtbetriebe geräumt. Den Massnahmen fielen 4500 Tiere zum Opfer, wie die Staatskanzlei am Dienstag mitteilte.

Nach dem Ausbruch der «Enzootischen Pneumonie» gegen Ende September mussten demnach schweizweit rund 10'500 Tiere geschlachtet oder getötet werden.
Diese «einschneidenden Massnahmen» seien notwendig, um die restliche Schweinepopulation vor einer Ansteckung zu schützen. Neben den zehn Zuchtbetrieben war im Kanton Luzern auch ein Mastbetrieb mit rund 700 Tieren betroffen.
An den Räumungen waren der Veterinärdienst, tierärztliche Fachpersonen, eine private Firma, der Zivilschutz und die Luzerner Polizei beteiligt.
Die geräumten Betriebe bleiben vorderhand gesperrt, hiess es weiter. Der Tierverkehr ist eingeschränkt. Der Veterinärdienst kann die Sperren aufheben, sobald die Ställe gereinigt und desinfiziert worden sind und mindestens zehn Tage leer stehen.
In Betrieben, die in der Nähe von gesperrten Gebieten liegen, sowie in Mastbetrieben finden Besuche durch Tierärztinnen und Tierärzte statt, um den Gesundheitszustand der Schweine zu beurteilen. Diese Kontrollen seien «unerlässlich» für die Überprüfung der Ausbreitung der Infektion.
Die Schweine-Lungenkrankheit Enzootische Pneunomie ist eine meldepflichtige Tierseuche. Für Menschen besteht keine Gefahr.




