Zuger Parlament heisst Jahresrechnung 2025 gut

Der Zuger Kantonsrat hat am Mittwoch die Jahresrechnung 2025 abgesegnet. Vor allem die Frage nach der richtigen Verwendung der Gelder gab in der Debatte zu reden, trotz der allgemeinen Freude über den hohen Überschuss.

Der Kanton Zug hat das vergangene Geschäftsjahr mit einem Plus von 429 Millionen Franken abgeschlossen. Das Eigenkapital beträgt rund drei Milliarden Franken.
Trotz der gut gefüllten Kantonskasse hob Tom Magnusson (FDP), Präsident der Staatswirtschaftskommission, den Mahnfinger. Der hohe Überschuss sei nicht selbstverständlich. Alles müsse zuerst verdient werden. Der Kanton Zug müsse sich mit Irland oder Singapur vergleichen und nicht mit Fribourg oder Chur.
Michael Arnold (FDP) sagte, das Resultat sei erfreulich und zeige, dass der Kanton Zug wirtschaftlich hervorragend aufgestellt sei. Da der Kanton dauerhaft mehr einnehme, als er benötige, stelle sich jedoch die Frage nach der richtigen Verwendung der Mittel. Gregor Bruhin (SVP) sprach von einem «grossen Anlass zur Freude» über die Jahresrechnung. Trotzdem gelte es, «Mass zu halten». Fabio Iten (Mitte) lobte die «Budgetdisziplin» des Kantons.
Tabea Estermann (GLP) mahnte, neue Ausgaben sollten mit «grosser Zurückhaltung» geprüft werden. Drin Alaj (SP) forderte «Weitsicht». Der Kanton solle seinen Wohlstand mit der Bevölkerung teilen und nicht nur horten. Luzian Franzini (ALG) forderte, dass die Überschüsse für bezahlbaren Wohnraum und die «Lebensqualität aller Zuger» genutzt werden.
Finanzdirektor Heinz Tännler (SVP) sprach von einem «soliden Ergebnis». Die Investitionen des Kantons lägen deutlich über dem Niveau anderer Kantone. Zug gelte als «innovativer Leuchtturm».
Die Staatswirtschaftskommission hatte sich zudem mit sieben Aufforderungen an die Regierung gewandt. Sie verlangt unter anderem, dass die Stellenplanvorgaben jederzeit eingehalten werden. Zudem soll das Projekt zur Zuger Kantonsgeschichte begleitet und überwacht werden und der Kantonsrat frühzeitig über die voraussichtliche Höhe des Zusatzkredits für den Neubau der Justizvollzugsanstalt Bostadel informiert werden.






