Zuger SVP reicht Kopftuchverbots-Initiative ein

Die SVP des Kantons Zug hat die kantonale Volksinitiative «Keine Kopftücher an Zuger Schulen und Kindergärten» eingereicht. Die Partei übergab der Staatskanzlei das Begehren mit 2221 Unterschriften, wie sie am Montag mitteilte.

Mit der Initiative fordert die Volkspartei ein Verbot von Kopftüchern für Schülerinnen im Schul- und Kindergartenalter. Die Initiative sei am Donnerstag bei der Zuger Staatskanzlei eingereicht worden, hiess es. Im Kanton Zug braucht es für eine kantonale Volksinitiative 2000 gültige Unterschriften.
Ein Kinderkopftuch sei «kein harmloses Stück Stoff», schrieb die SVP in der Medienmitteilung. Und: Ein staatliches Verbot sei kein Eingriff in die Religionsfreiheit, «sondern eine notwendige Schutzmassnahme». Kinder sollten ohne religiösen, ideologischen oder familiären Druck aufwachsen können, so die SVP.
Zur Begründung verwies die Partei unter anderem auf Österreich. Dort sei die Zahl der «kopftuchtragenden Mädchen» an Schulen von rund 3000 im Jahr 2019 auf heute rund 12'000 gestiegen.
Der Bundesrat lehnt ein generelles Kopftuchverbot für Schülerinnen an öffentlichen Schulen ab, wie er im Herbst 2025 in einem Bericht festhielt. Im Kanton Aargau hat der Grosse Rat vor ein paar Tagen eine Motion erheblich erklärt, welche die Regierung auffordert, ein Gesetz für ein Kopftuchverbot an Volksschulen für Schülerinnen bis 16 Jahre auszuarbeiten.





