FC Luzern: Stossen Sie den Bock beim FCSG um, Udo Portmann?

Nach zwei Spielen stehen der FC Luzern und sein neuer Trainer Udo Portmann noch ohne Punkte an. Der Coach erklärt, was ihn dennoch zuversichtlich stimmt.

Das Wichtigste in Kürze
- Am Sonntag gastiert der FC Luzern um 16.30 Uhr in St.Gallen.
- Trainer Udo Portmann ist trotz missglücktem Saisonstart zuversichtlich.
- Er spricht unter anderem über die Goalie-Situation und den neuen Stürmer.
Zwei Spiele, null Punkte – und ein Torverhältnis von 1:6. Dem FC Luzern ist der Saisonstart missglückt. Erster ist der FCL nur dann, wenn man die Tabelle umdreht.
Nau.ch-Chefreporter Mischi Wettstein will von Trainer Udo Portmann wissen: «Wie gehen Sie damit um?»

«Die erste Aktion ist, dass ich die Rangliste derzeit nicht ausdrucke, das ist sicher klar», so Portmann mit einem Schmunzeln. «Aber ich glaube, nach zwei Spielen bringt es nichts, die Tabelle in den Vordergrund zu stellen.»
Udo Portmann: « ...dann sieht die Tabelle auch sehr schnell anders aus»
Der FCL-Coach erklärt weiter: «Es geht um die Leistung. Wir wollen und müssen eine bessere Leistung auf den Platz bringen. Dann wird die Tabelle auch sehr schnell anders aussehen.»
Wettstein fragt nach: Was macht den Trainer zuversichtlich, dass der FC Luzern den Bock am Sonntag auswärts in St.Gallen umstossen kann?
«Erstens: Das Team zieht mit! Punkt zwei – wir haben Qualität im Kader, daran habe ich überhaupt keine Zweifel», so Portmann. «Ich glaube, wenn wir lange an unserem Matchplan festhalten können, werden wir den Bock umstossen.»
«Gegen Thun haben wir diesen zu schnell verlassen», meint der Trainer. «In Sion wurden wir aufgrund der unglücklichen Situation (Rot gegen Owusu, d.Red.) dazu gezwungen, jetzt wollen wir unseren Plan gegen den FCSG durchziehen und punkten.»

Die Ostschweizer haben ein Auswärtsspiel in der Republik Moldau in den Knochen. Spekuliert man beim FC Luzern möglicherweise auf müde Beine bei den Espen?
«Nein, da kann ich null spekulieren», so Portmann. «Der FCSG hat auch gestern wieder einen sehr gefestigten Eindruck gemacht, obwohl sie den einen oder anderen Wechsel drin hatten.»

«Sie haben unglaublich viel Power auf dem Platz. Entsprechend wäre es falsch, auf irgendwelche Müdigkeiten zu spekulieren. Es geht nur darum, selber ans Leistungsmaximum zu kommen.», so Portmann.
Ändert sich die Goalie-Hierarchie beim FC Luzern?
Rund um den FC Luzern sorgen zuletzt die Goalies für Gesprächsstoff: Der 19-jährige Jérôme Bieler erhält einen Profivertrag, fällt aber vorerst aus. Dafür kommt Tim Hottiger aus dem Lausanne-Nachwuchs. Er unterschreibt bis Ende Jahr.
Die Nummer 1, Simon Simoni, ist ebenfalls neu – und hat schon zweimal gepatzt. Gibt es Zweifel an der Goalie-Hierarchie?
Von Udo Portmann kommt eine klare Aussage: «Simon Simoni bleibt definitiv die Nummer 1. Die Goalie-Diskussion wird nur ausserhalb geführt. Und sie ist aus meiner Sicht erstaunlich heftig für einen jungen Mann, der frisch zu uns gekommen ist.»

Portmann weiter: «Natürlich sprechen wir Fehler an und wollen uns entwickeln. Aber bei uns gibt es diese Diskussion intern 0,0. Da sind wir zu sehr gefestigt.»
Mischi Wettstein hakt nach und will wissen: Ist Simoni ein «No-Budget-Goalie»? Und hätte man nicht Aaraus Hübel (neu bei GC) holen sollen, der vielleicht teurer gewesen wäre?
«In Sachen Geld habe ich keine Ahnung, das interessiert mich ehrlich gesagt auch gar nicht», so Portmann.
«Aber zur Qualität: Wir konnten unseren neuen Goalie zehn Tage lang testen, das ist in unserer Liga nicht selbstverständlich. Entsprechend konnten wir auch sehr überzeugt ‹Ja› zu Simon Simoni sagen. Jetzt hinterfragen wir nicht gleich alles, weil mal ein Fehler passiert.»
Ist Daniel Mikolajewski der neue Lewandowski?
Zum Abschluss will Wettstein noch wissen, was der FCL-Coach vom neuen Stürmer hält, der von Parma ausgeliehen wurde. Ist der 20-jährige Pole Daniel Mikolajewski der neue Lewandowski?
Portmann schmuzelt: «Ihn ‹neuen Lewandowski› zu nennen ist vielleicht ein bisschen weit in die Zukunft geblickt. Fakt ist: Er hat schon im ersten Training bewiesen, dass er weiss, wo das Tor steht.»

Der Trainer sagt: «Er ist treffsicher, beidfüssig, hat ein gewisses Tempo und ist ein harter Arbeiter. Das sind sicher Eigenschaften, die dazu führen, dass wir Freude an ihm haben werden.»
Am Sonntag um 16.30 Uhr gilt es für den FC Luzern ernst: Die Innerschweizer treffen um 16.30 Uhr auswärts auf den FC St. Gallen.
| Super League (07.08.2026) | Sp | S | N | U | Tore | Pkt | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() | 2 | 2 | 0 | 0 | 10:2 | 6 | |
| 2. | ![]() | 2 | 2 | 0 | 0 | 6:2 | 6 | |
| 3. | ![]() | 2 | 2 | 0 | 0 | 5:3 | 6 | |
| 4. | ![]() | 2 | 1 | 0 | 1 | 2:1 | 4 | |
| 5. | ![]() | 2 | 1 | 1 | 0 | 5:4 | 3 | |
| 6. | ![]() | 2 | 1 | 1 | 0 | 3:3 | 3 | |
| 7. | ![]() | 2 | 1 | 1 | 0 | 1:1 | 3 | |
| 8. | ![]() | 2 | 1 | 1 | 0 | 3:7 | 3 | |
| 9. | ![]() | 2 | 0 | 1 | 1 | 2:5 | 1 | |
| 10. | ![]() | 2 | 0 | 2 | 0 | 3:5 | 0 | |
| 11. | ![]() | 2 | 0 | 2 | 0 | 1:3 | 0 | |
| 12. | ![]() | 2 | 0 | 2 | 0 | 1:6 | 0 | |
| Super League (07.08.2026) | Sp | Pkt | ||
|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() | 2 | 6 | |
| 2. | ![]() | 2 | 6 | |
| 3. | ![]() | 2 | 6 | |
| 4. | ![]() | 2 | 4 | |
| 5. | ![]() | 2 | 3 | |
| 6. | ![]() | 2 | 3 | |
| 7. | ![]() | 2 | 3 | |
| 8. | ![]() | 2 | 3 | |
| 9. | ![]() | 2 | 1 | |
| 10. | ![]() | 2 | 0 | |
| 11. | ![]() | 2 | 0 | |
| 12. | ![]() | 2 | 0 | |

























