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Drei Anliegen: Mehr berufliche Inklusion in Zug gefordert

Zuger Woche
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Im Zentrum der zweiten Zuger Inklusiven Landsgemeinde stand der Zugang zum Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderungen.

Inklusiven Landsgemeinde
Anregende Gespräche finden an der Inklusiven Landsgemeinde auch zwischen den Teilnehmenden statt. - Sandro Imhasly

Menschen mit Behinderungen ist der Zugang zum Arbeitsmarkt weiterhin erschwert. Vor diesem Hintergrund fand kürzlich die zweite Zuger Inklusive Landsgemeinde unter dem Motto «Arbeit im Fokus, Inklusion im Zentrum» statt.

Menschen mit Behinderungen stellten in Anwesenheit von Kantonsrätinnen und Kantonsräten aller Fraktionen drei konkrete Anliegen zur Stärkung der beruflichen Inklusion vor.

Anliegen 1: Finanzielle Anreize für Arbeitgebende

Unternehmen sollen für nachweisbare Mehrkosten entschädigt werden können, die durch die Anstellung von Menschen mit Behinderungen entstehen und nicht bereits anderweitig gedeckt sind.

Damit sollen Hürden bei der Einstellung abgebaut und zusätzliche Arbeitsplätze im ersten Arbeitsmarkt geschaffen werden.

Anliegen 2: Bessere Unterstützung bei der Stellensuche

Da Menschen mit Behinderungen oft mehr Zeit benötigen, um eine neue Arbeitsstelle zu finden, soll sich der Kanton auf Bundesebene für angepasste Rahmenbedingungen einsetzen. Zudem sollen zusätzliche kantonale Unterstützungsangebote geprüft werden.

Anliegen 3: Vorbildrolle für Kanton und Gemeinden

Die öffentliche Hand soll selbst mehr Menschen mit Behinderungen beschäftigen, Zielwerte definieren sowie regelmässig über die Beschäftigungssituation berichten. Damit sollen Hemmschwellen abgebaut und weitere Arbeitgebende ermutigt werden, Menschen mit Behinderungen anzustellen.

Rollstuhl
Die Inklusion von Menschen mit Behinderungen soll gestärkt werden. (Symbolbild) - keystone

Nachdem die drei Anliegen vorgestellt worden waren, nahmen Mitglieder des Kantonsrats aller Fraktionen dazu Stellung. Die Anliegen fliessen nun in die weitere politische Diskussion ein und können von den zuständigen politischen Akteurinnen und Akteuren aufgegriffen und weiterverfolgt werden.

«Die heutigen Diskussionen haben gezeigt, dass noch Handlungsbedarf besteht. Nehmen wir die Anregungen und Erfahrungen mit und arbeiten wir gemeinsam daran, dass Arbeit für alle Menschen zugänglich wird», sagte Kantonsratspräsident Stefan Moos zum Abschluss der Veranstaltung.

Landammann und Direktor des Innern, Andreas Hostettler, würdigte die aktive Beteiligung der Teilnehmenden: «Berufliche Inklusion gelingt nicht allein durch gute Absichten. Sie braucht konkrete Massnahmen, engagierte Arbeitgebende und den Willen, bestehende Hürden abzubauen. Die heutigen Diskussionen liefern dafür wertvolle Impulse.»

Gemäss dem Willen von Regierung und Parlament soll die Inklusive Landsgemeinde auch künftig alle zwei Jahre stattfinden. Damit bleibt der direkte Austausch zwischen Menschen mit Behinderungen, Politik und Behörden gewährleistet.

Hinweis

Dieser Artikel ist zuerst in der «Zuger Woche» erschienen.

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