Sicherere Schulwege: Erste Verbesserungen werden realisiert

Die Gemeinde Cham hat im Rahmen eines Pilotprojekts die Schulwege umfassend analysiert. Nun liegen die Ergebnisse vor und erste Massnahmen werden umgesetzt.

Wie die Gemeinde Cham informiert, hat sie im Rahmen des Projekts «Mobilitätskonzept Schule» die Schulwege rund um die Schulhäuser Städtli 1, Städtli 2 und Schürmatt umfassend analysiert. Nun liegen die Resultate vor und erste Massnahmen werden umgesetzt. Im kommenden Schuljahr werden weitere Schulkreise überprüft.
Um die Sicherheit auf den Schulwegen weiter zu verbessern, hat die Gemeinde Cham den VCS Verkehrs-Club der Schweiz im vergangenen Jahr mit dem Erarbeiten eines «Mobilitätskonzepts Schule» beauftragt.
Mit dem Pilotprojekt sollte die Sicherheit auf den Schulwegen zu den Schulhäusern Städtli 1, Städtli 2 und Schürmatt geprüft werden (siehe Medienmitteilung vom 18. August 2025). Ziel des Projekts ist es, dass Chamer Schulkinder ihren Schulweg möglichst selbständig, sicher und mit Freude zurücklegen können.
Gemeinsam für sichere Wege
Grundlage des Projekts war das aktive Mitwirken von Kindern, Erziehungsberechtigten und Lehrpersonen. Mittels Umfragen konnten sie ihre Erfahrungen einbringen. Anhand der Umfragen wurde analysiert, welche Schulwege häufig genutzt und welche Punkte als besonders wichtig wahrgenommen werden, wie etwa kurze Schulwege, übersichtliche Wege und ruhige Strassen.
Auf Basis der Rückmeldungen führten Fachpersonen des VCS eine sogenannte «Road Safety Inspection» durch – ein anerkanntes Verfahren zur Beurteilung von Verkehrssituationen aus sicherheitstechnischer Sicht. Dabei wurden zahlreiche Schulwege in Cham abgelaufen und beurteilt. So entstand ein realistisches Bild der Schulwegsituation und eine klare Grundlage für mögliche Verbesserungen.
Empfehlungen und konkrete Anpassungen
Die Analyse der Schulwege liefert konkrete kurz-, mittel- und langfristige Empfehlungen und Massnahmen zu Signalisation und Markierung, Optimierung von Fussgängerstreifen und Querungshilfen, Tempoüberprüfungen, Verbesserungen bei Baustellen und Parkplätzen sowie zur Sensibilisierung von Eltern und Verkehrsteilnehmenden.
«Das Mobilitätskonzept zeigt, dass wir gemeinsam viel für sichere Schulwege erreichen können. Dank der engagierten Mitarbeit von Kindern, Eltern und Lehrpersonen haben wir nun eine fundierte Grundlage für konkrete Verbesserungen», sagt Gemeinderat Drin Alaj, Vorsteher Verkehr und Sicherheit.
Erste Beispiele zeigen, wie solche Massnahmen konkret umgesetzt werden: Beim Projekt Eichstrasse wird die Überquerung der Strasse für Fussgängerinnen und Fussgänger erleichtert, indem ein Teil einer Rabatte entfernt wird. Zudem wird das Trottoir erweitert und die Vortrittsregelung an der Verzweigung der Duggelistrasse mit der Eichstrasse wird für alle Verkehrsteilnehmenden klarer gestaltet.
Von der Analyse zur Umsetzung
Beim Projekt Mugerenstrasse wird bei der Verzweigung der Mugerenstrasse mit der Mugerenmatt eine Pflästerung im Strassenbereich entfernt. Um die Vortrittsregelung zu verdeutlichen und eine Temporeduktion zu erzielen, wird an dieser Stelle ein Rechtsvortritt markiert.
Der Fussgängerstreifen wird leicht verschoben, sodass er nicht mehr im Einlenker der Ein- und Ausfahrt liegt. Die Beleuchtung wird durch die WWZ überprüft und eine bestehende Querungsstelle für Fussgängerinnen und Fussgänger am Knoten Flachsacker wird optimiert.
Die Gemeinde Cham wird weitere Massnahmen prüfen, priorisieren und schrittweise umsetzen. Gewisse Erkenntnisse fliessen direkt in laufende oder geplante Projekte ein.
Gemeinderat Drin Alaj fügt an: «Jedes Kind soll seinen Schulweg möglichst selbständig und sicher zurücklegen können. Dazu braucht es eine gute Infrastruktur, aber auch Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmenden. Sicherheit ist eine gemeinsame Aufgabe.»
Projekt wird ausgeweitet
Die Erfahrungen aus dem Pilotprojekt werden genutzt, um die Schulwege in anderen Schulkreisen zu prüfen. Im kommenden Schuljahr 2026/27 werden die Kinder, Erziehungsberechtigten und Lehrpersonen des Schulkreises Hagendorn und Niederwil befragt.






