Kanton Luzern: Physiotherapie-Tarife zu tief – FDP verlangt Antworten

Im Kanton Luzern will FDP-Kantonsrat Damian Hunkeler wissen, wie es um die Tarife der ambulanten Physiotherapie steht. Er warnt vor Praxisschliessungen.

Ambulante Physiotherapiepraxen stehen wirtschaftlich unter Druck. Mit einer Anfrage verlangt FDP-Kantonsrat Damian Hunkeler, Stadt Luzern, vom Regierungsrat Klarheit über die Finanzierung, die Versorgungssicherheit und das laufende Verfahren zur Festsetzung des Taxpunktwerts.
Die Gesundheitskosten steigen stark. Gleichzeitig gehört die ambulante Physiotherapie im Vergleich mit verwandten Gesundheitsberufen zu den tief entschädigten Bereichen. Tiefe Tarife wirken sich auf die Löhne, die Attraktivität des Berufs und letztlich auf die Verfügbarkeit von Behandlungen aus.
Für die FDP gehören Kostenbewusstsein und eine verlässliche Grundversorgung zusammen. Wird die ambulante Physiotherapie strukturell unterfinanziert, drohen Praxisschliessungen, Abwanderungen in Kantone mit besseren Rahmenbedingungen und ein weiterer Wechsel von Fachkräften in den Spitalbereich. Das gefährdet nicht nur die Versorgung, sondern kann Behandlungen in teurere Bereiche des Gesundheitswesens verlagern und den Grundsatz «ambulant vor stationär» schwächen.
«Ein zu tiefer Tarif spart nicht automatisch Kosten. Wenn ambulante Angebote verschwinden und Patientinnen und Patienten auf teurere Behandlungen ausweichen müssen, zahlen am Ende alle mehr», sagt FDP-Kantonsrat Damian Hunkeler.
Nachdem die Tarifverhandlungen über Jahre keine grundlegende Lösung gebracht haben, liegt die Festsetzung des KVG-Taxpunktwerts bei den Kantonen. Hunkeler will deshalb wissen, ob der heutige Tarif noch ein wirtschaftlich tragfähiges Angebot ermöglicht, wie der Regierungsrat die Versorgung bei Praxisschliessungen oder Abwanderungen sicherstellen will und weshalb der Luzerner Taxpunktwert tiefer liegt als etwa in Zug, Aargau oder Nidwalden.
Zudem verlangt die Anfrage Auskunft über den Stand des Festsetzungsverfahrens und darüber, bis wann ein definitiver Taxpunktwert vorliegen soll. Die FDP Luzern erwartet ein transparentes und zügiges Verfahren sowie eine Lösung, die eine effiziente ambulante Versorgung langfristig gewährleistet.






