Quartier Guthirt befürwortet Ausbau der Schulanlage

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Region Zug,

Eine Umfrage zeigt: Das Quartier Guthirt in der Stadt Zug wünscht sich mehr Schulraum, fordert bei der Erweiterung aber möglichst viele begrünte Freiflächen.

Der Eingang der Stadtverwaltung in Zug.
Der Eingang der Stadtverwaltung in Zug. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Wie die Stadt Zug berichtet, zeigt eine breit angelegte Quartierbefragung durch gfs.bern : Das Quartier Guthirt anerkennt den Bedarf an zusätzlichem Schulraum, und die geplante Erweiterung der zentral gelegenen Schulanlage stösst auf Zustimmung. Gleichzeitig äussert die Bevölkerung klare Erwartungen an die weitere Planung.

Im Zentrum steht der Wunsch nach möglichst viel begrüntem Frei- und Aussenraum. Im weiteren Projektverlauf werden das Quartier und die Lehr- und Betreuungspersonen einbezogen, um die Bedürfnisse in die Schulhauserweiterung einfliessen zu lassen.

Positive Resonanz und wertvolle Hinweise

Der dringende Bedarf an zusätzlichem Schulraum wird im Quartier anerkannt. Rund 60 Prozent der befragten Quartierbewohnerinnen und -bewohner beurteilen zudem die zentralen Elemente des Projekts – insbesondere den Neubau und das Aussenraumkonzept – positiv.

Spezifischere Aspekte des Bauvorhabens, wie die vorgesehene Organisation und räumliche Anordnung der schulischen Aktivitäten innerhalb der bestehenden und der neuen Gebäude, wurden aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet.

Besonders persönlich involvierte und engagierte Personen – darunter Eltern sowie langjährige Quartierbewohnerinnen und -bewohner – setzten sich vertieft mit der Planung auseinander und brachten zahlreiche wertvolle Anregungen ein, zum Beispiel betreffend altersgerechter und flexibel nutzbarer Bereiche, funktionaler Freiflächen oder Schaffung von Gemeinschaftsflächen für Begegnung und Bewegung.

Begrünter Freiraum von grosser Bedeutung

Als zentrales Ergebnis der Befragung bestätigt sich der hohe Stellenwert von Grün- und Freiräumen. Der Erhalt und die Qualität dieser Räume sind für die Quartierbevölkerung von grosser Bedeutung und gelten als wesentliche Voraussetzung für die Akzeptanz des Projekts.

Deutlich zum Ausdruck kommt zudem der Wunsch nach zusätzlichen Aussenräumen, die primär dem Schulbetrieb dienen, nach Möglichkeit jedoch auch einen Mehrwert für das gesamte Quartier schaffen sollen.

Eliane Birchmeier, Stadträtin und Vorsteherin des Baudepartements, nimmt dieses Anliegen ernst: «Die Ergebnisse zeigen deutlich, wie wichtig qualitativ hochwertige Grün- und Freiräume für die Bevölkerung sind. Diesen Aspekt werden wir im weiteren Projektverlauf besonders sorgfältig berücksichtigen.»

Dachgarten gemeinsam weiterentwickeln

Der neue, überdachte Pausenraum sowie die grosse, begehbare und vielseitig nutzbare Dachterrasse auf dem neuen Schulhausgebäude stiessen mehrheitlich auf positive Resonanz, führten teilweise aber auch zu Fragen.

«Hier müssen wir sicher noch besser aufzeigen, welche Vorteile sich mit diesem neu hinzugewonnenen Freiraum verbinden», meint Eliane Birchmeier. Zur Nutzung und Gestaltung der öffentlich zugänglichen Dachfläche gingen zahlreiche Anregungen ein, die das Projektteam, auch im Austausch mit der Schule und der Quartierbevölkerung, prüfen wird.

Zahlreiche Rückmeldungen betrafen zudem die künftige Nutzung am Ort des heutigen Schulraumprovisoriums im Gebiet Lüssiweg. Mit der Realisierung des neuen Schulgebäudes und dem Rückbau der Provisorien wird die Fläche dem Quartier wieder als Freiraum zur Verfügung gestellt.

Hohe Beteiligung und wertvolle Rückmeldungen

902 Personen nahmen sich Zeit, sich im umfangreich illustrierten Fragebogen über den aktuellen Planungsstand zu informieren und die detaillierten Fragen elektronisch oder schriftlich zu beantworten.

Viele besuchten darüber hinaus auch die mehrwöchige Ausstellung zum Bauvorhaben im Schulhaus Guthirt. Ergänzend zur Befragung der Quartierbevölkerung wurden auch die Lehr- und Betreuungspersonen am Schulstandort Guthirt befragt.

Die Ergebnisse dieser beiden Befragungen bilden eine zentrale Grundlage für die Weiterentwicklung des Projekts. Die Stadt Zug wird die Erkenntnisse systematisch in die weiteren Planungsarbeiten einfliessen lassen und den Dialog mit der Bevölkerung sowie den Anspruchsgruppen fortführen.

Steckbrief zur Befragung

Das Institut gfs.bern führte im Auftrag der Stadt Zug zwischen dem 6. Februar und dem 13. April 2026 eine breit angelegte Befragung zum geplanten Erweiterungsbau des Schulhauses Guthirt durch. Eingeladen waren alle Einwohnerinnen und Einwohner des Quartiers Guthirt ab 16 Jahren.

Insgesamt nahmen 902 Personen an der Erhebung teil, was einem Rücklauf von 24 Prozent entspricht. Die Befragung wurde als Vollerhebung im Mixed-Mode-Verfahren mit Online- und Papierfragebogen durchgeführt. Ergänzend wurden auch die Lehr- und Betreuungspersonen des Schulhauses Guthirt befragt; hier lag der Rücklauf bei 59 Prozent (58 Teilnehmende).

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