«Ein starkes Signal für den Freihandel»

    Philip C. Brunner
    Philip C. Brunner

    Region Zug,

    «Pragmatischer Freihandel und Menschenrechte können Hand in Hand gehen.» Ein Gastbeitrag von SVP‑Kantonsrat Philip C. Brunner.

    Philip C. Brunner
    Philip C. Brunner (SVP) ist Zuger Kantonsrat und Präsident der SVP Kanton Zug. - SVP Zug

    In Zeiten, in denen unnötige globale Handelskonflikte und geopolitische Unsicherheiten die Weltwirtschaft belasten, setzt die vom Export abhängige Schweiz gerade ein herausragendes Zeichen für Stabilität und Wohlstand: Das erfolgreich optimierte Freihandelsabkommen mit China ist ein echter Meilenstein.

    Während andere Länder auf Protektionismus und Strafzölle setzen, beweist Bundesrat Guy Parmelin (SVP) mit diesem Durchbruch erneut Verhandlungsstärke und wirtschaftspolitische Weitsicht. China ist der drittwichtigste Handelspartner der Schweiz, nach der EU und den USA.

    Die Schweiz exportiert jährlich Waren im Wert von rund 15,2 Milliarden Franken in die Volksrepublik China. Dass künftig 99,8 Prozent der Schweizer Exporte zollfrei in den chinesischen Markt gelangen – statt wie bisher nur rund die Hälfte – behebt ein jahrelanges Ungleichgewicht. Dies ist ein konkreter Impuls für unsere heimische Wirtschaft.

    Findest du das Freihandelsabkommen mit China gut für die Schweiz?

    Besondere Strahlkraft hat dieser Erfolg für den Kanton Zug. Denn wir verfügen über einen hochdynamischen, exportorientierten Wirtschaftsstandort, an dem globale Marktführer aus der Pharmabranche, Medizintechnik, sowie weiteren Clustern ihren Sitz und teilweise auch den Produktionsstandort haben.

    Genau diese Sektoren, die zu den tragenden Säulen unserer regionalen Wertschöpfung gehören, profitieren massiv von den reduzierten Hürden im Handel mit dem drittwichtigsten Handelspartner der Schweiz.

    Zum Autor

    Philip C. Brunner (*1955) ist Präsident der SVP Kanton Zug und Kantonsrat.

    Ebenso zukunftsweisend ist die inhaltliche Modernisierung des Abkommens: China hat einem Freihandelsvertrag mit Verweis auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte zugestimmt. Pragmatischer Freihandel und Menschenrechte können Hand in Hand gehen.

    Dialog und vertragliche Einbindung erreichen nachweislich mehr als wirtschaftliche Isolation. Statt sich für hiesige Arbeitsplätze einzusetzen, überlegen sich Grüne, SP und linke NGOs ein fragwürdiges Referendum, nicht zum ersten Mal.

    china schweiz
    Die Schweiz und China einigen sich auf ein Freihandelsabkommen. - keystone

    Die SVP setzt sich für gesicherte Marktzugänge, die Stärkung und die Sicherung unserer Standortattraktivität ein. Wir sollten diese Erfolge der Schweiz im Kanton Zug feiern und konsequent nutzen: Ein starker Freihandel sichert Wohlstand, Souveränität und fördert die Innovationskraft des Kantons Zug weiter.

    Hinweis

    Dieser Artikel ist zuerst in der «Zuger Woche» erschienen.

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