Zug will nicht an einer Cannabis-Pilotstudie mitmachen

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Der Zuger Kantonsrat hat sich am Donnerstag gegen eine Teilnahme an einer Cannabis-Pilotstudie ausgesprochen. Eine Mehrheit des Kantonsparlaments folgte damit der Haltung der Regierung, die sich gegen den Vorstoss aussprach.

Eine Person dreht sich einen Joint. (Archivbild)
Eine Person dreht sich einen Joint. (Archivbild) - Keystone/DPA/FABIAN SOMMER

Ein von Mitgliedern aller Fraktionen eingereichter Prüfauftrag forderte, im Kanton Zug eine Cannabis-Pilotstudie zu starten oder sich an einer bestehenden Studie eines anderen Kantons zu beteiligen.

Das Ziel sei es, wissenschaftliche Erkenntnisse für einen «verantwortungsvollen Umgang mit Cannabis zu gewinnen» und Präventions- sowie Gesundheitsmassnahmen weiterzuentwickeln.

Ein Beitritt würde zudem das Engagement des Kantons für eine «innovative und gesundheitsorientierte Präventionspolitik unterstreichen», hiess es im Vorstoss.

Am Donnerstag erklärte Tabea Estermann (GLP) als Mitunterzeichnerin des Vorstosses, man halte nicht mehr am Vorstoss fest, da bereits entsprechende Studien laufen.

Der Regierungsrat hatte in seiner Antwort bereits erklärt, er lehne das Anliegen ab. Ähnliche Fragen seien bereits untersucht worden, neue Projekte brächten daher keinen zusätzlichen Erkenntnisgewinn. Eine Mehrheit des Kantonsrats folgte dieser Haltung.

Eine Minderheit sprach sich für die Teilerheblichkeit aus. Sie wollte eine kantonale Beteiligung an einer Pilotstudie, falls private Institutionen oder Hochschulen ein entsprechendes Projekt lancieren.

Letztlich lehnte der Kantonsrat das Postulat jedoch mit 52 zu 21 Stimmen ab.

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