Zuger Kantonsrat ist offen für Beitrag an Olympische Winterspiele

Der Zuger Kantonsrat hat am Donnerstag in erster Beratung über einen finanziellen Kantonsbeitrag an die Olympischen Winterspiele 2038 debattiert. Bei einer Vergabe an die Schweiz würden die Eishockeyspiele in der Stadt Zug stattfinden.

Über die Vergabe entscheidet das Internationale Olympische Komitee (IOC) Ende 2027. Falls die Schweiz den Zuschlag erhält, duellieren sich die Eishockey-Nationalteams in Zug. Dafür müsste die Stadt voraussichtlich Kosten von rund 7,7 Millionen Franken für Hallenmiete, Sicherheit, und Personal budgetieren. Die Stadt Zug hat den Kanton gebeten, die Hälfte davon zu übernehmen.
Der Zuger Regierungsrat sieht in den Olympischen Spielen eine grosse Chance für den Kanton Zug. Der Grossanlass würde nicht nur den Ruf als Sportregion stärken, auch die Wirtschaft und das Gewerbe könnten profitieren, hiess es.
Sämtliche Fraktionen unterstützten die Vorlage. FDP-Sprecher Rainer Leemann sagte, die Ausstrahlung reiche über die Stadtgrenze hinaus. «Es profitiert der ganze Kanton davon.»
Die Ratslinken lobten insbesondere die vom Olympischen Komitee vorgesehene dezentrale Austragung in der ganzen Schweiz. So könnten bestehende Sportstätten genutzt werden, hiess es von der SP und der ALG.
Etienne Schlumpf (FDP), der im Zuger Stadtrat das Dossier betreut, sagte, die Pläne zu den Winterspielen 2038 in der Schweiz seien kein «Gigantismus» und würden gut zur Schweiz passen.
Die Schlussabstimmung zum Geschäft findet nach zweiter Beratung statt.





