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    Zuger Kantonsrat lehnt Sanierung der Artherstrasse ab

    Keystone-SDA Regional
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    Bei der Sanierung zweier Zuger Strassenabschnitte hat sich der Kantonsrat am Donnerstag uneinig gezeigt: Das Projekt zwischen Neuheim und Edlibach hiess er einstimmig gut. Auf die Vorlage zur Artherstrasse zwischen Zug und Walchwil trat er hingegen nicht ein.

    Der Zuger Kantonsrat hat am Donnerstag zwei Strassenbauvorhaben in Neuheim/Menzingen und der Stadt Zug bewilligt. (Archivbild)
    Der Zuger Kantonsrat hat am Donnerstag zwei Strassenbauvorhaben in Neuheim/Menzingen und der Stadt Zug bewilligt. (Archivbild) - Keystone/URS FLUEELER

    Beim ersten Strassenbauvorhaben ging es um die Edlibach-/Neuheimerstrasse, die Neuheim und Edlibach verbindet. Die 1,3 Kilometer lange Strasse ist streckenweise zu schmal für zwei kreuzende Lastwagen. Zudem fehlen sichere Velowege. Nun soll die Strasse verbreitert und bergwärts ein neuer Radweg gebaut werden. Kostenpunkt: 13 Millionen Franken. Die Bauarbeiten sollen im nächsten Frühjahr starten und 15 Monate dauern.

    Das Vorhaben war im Kantonsparlament unbestritten. Sämtliche Sprechenden befürworteten es. Letztlich hiess das Parlament die Vorlage einstimmig gut.

    Teilstück der Panoramastrasse

    Beim zweiten Strassenbauprojekt ging es um einen 870 Meter langen Abschnitt der Artherstrasse. Diese ist Teil der Panoramastrasse zwischen Zug und Arth, die für über 110 Millionen Franken saniert werden soll. Über weite Strecken verläuft die Strasse unmittelbar am See.

    Die Fahrbahn der Hauptverkehrsstrasse zwischen Zug und Walchwil ist in einem schlechten Zustand. Neben der Sanierung des Strassenabschnitts und der Ufermauern am Zugersee sollen der Rad- und Gehweg verbreitert und zwei Bushaltestellen hindernisfrei gestaltet werden. «Die Arbeiten sind absolut notwendig», sagte Baudirektor Florian Weber (FDP). Die aktuelle Infrastruktur erfülle Sicherheits- und Lärmschutzbedingungen nicht mehr.

    Die Gesamtkosten betragen 11,2 Millionen Franken. Laut dem Bericht an das Parlament soll im Frühling 2028 mit dem Bau begonnen werden.

    Zu viele Fragen offen

    Dieses Strassenbauprojekt stiess am Donnerstag auf deutlich mehr Widerstand. Unbestritten war die Notwendigkeit einer Sanierung. Während FDP und SVP die Vorlage eher unterstützten, lehnten ALG, GLP und SP sie ab und wollten nicht darauf eintreten. Die Mitte war gespalten.

    Beim Geschwindigkeitsregime und beim Lärmschutz seien noch zu viele Fragen offen, sagte ALG-Sprecher Beni Wattenhofer. Ähnlich äusserte sich Rupan Sivaganesan (SP). GLP-Sprecher Reto Vogel forderte im Projekt Verbesserungen für den Veloverkehr. Michael Felber (Mitte) kritisierte, dass wesentliche Grundlagen für eine fundierte Meinungsbildung fehlten. So seien etwa Gutachten nicht zur Verfügung gestanden.

    Am Schluss trat der Kantonsrat mit 36 zu 39 Stimmen nicht auf das Geschäft ein.

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