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    Zuger Kantonsrat will Verdichtung von Einfamilienhäusern fördern

    Keystone-SDA Regional
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    Die Zuger Regierung will in bestehenden Einfamilienhaus-Quartieren in Zug mehr Wohnraum schaffen. Am Donnerstag hat das Parlament eine entsprechende Vorlage der Regierung im Kantonsrat beraten. Eine Mehrheit des Rates steht dem Ansinnen positiv gegenüber.

    Die Wohnungsnot gehört im Kanton Zug zu den drängendsten politischen Themen. (Symbolbild)
    Die Wohnungsnot gehört im Kanton Zug zu den drängendsten politischen Themen. (Symbolbild) - Keystone/URS FLUEELER

    Im Kanton Zug sind rund 40 Prozent aller Gebäude Einfamilienhäuser. In der Hälfte dieser Häuser, die oft über sehr grosse Wohnflächen verfügen, wohnen nur eine oder zwei Personen. Der Kanton sieht hier grosses Potenzial, um mehr Wohnraum zu schaffen, wie er im Bericht an den Kantonsrat festhielt.

    Mit einem fünfjährigen Pilotprojekt will die Regierung Verdichtungen in Quartieren mit Einfamilienhäusern fördern. Einerseits soll dies mit Beratungen für Hausbesitzende passieren, andererseits sollen Nachbarschaften und Gemeinden bei der Erarbeitung von Bebauungsplänen für Ersatzneubauten unterstützt werden.

    Die Staatswirtschaftskommission (Stawiko) sprach sich gegen das Geschäft aus und zweifelte den Erfolg der Vorlage an. Ihr Präsident Tom Magnusson (FDP) sprach von «Pflästerlipolitik». Die Massnahme werde kaum Wirkung zeigen und verursache viel Bürokratie und Aufwand.

    Auch die SVP lehnte die Vorlage ab und wollte erst gar nicht darauf eintreten. Es brauche «kein staatlich finanziertes Angebot», sagte ihr Sprecher. Der Kantonsrat lehnte die Abtraktandierung mit 51 zu 23 Stimmen ab.

    Ohne Euphorie

    Die übrigen Fraktionen standen der Vorlage grundsätzlich positiv gegenüber. Begeisterung zeigten sie zwar nicht. Es fielen die Worte «Vorbehalte», «Zweifel» und «Bedenken».

    «Wir sollten dem Versuch eine Chance geben», sagte Andreas Iten (ALG). Man solle den Schritt wagen, sagte Rupan Sivaganesan (SP). «Uns ist bewusst, dass wir damit die Wohnraumpolitik im Kanton nicht lösen.»

    Genau gleich sagte es Baudirektor Florian Weber (FDP). «Aber wir wollen mit diesem Projekt einen Beitrag zur Verdichtung leisten.» Es gelte zudem darum, Erfahrungen zu sammeln.

    Der Kanton budgetiert 3,5 Millionen Franken für Beratungen und 0,9 Millionen für Bebauungspläne. Bei Einfamilienhäusern übernimmt er 80 Prozent der Beratungskosten, maximal 10'000 Franken. Bei grösseren Projekten mit mehreren Eigentümern beträgt der Höchstbeitrag 20'000 Franken pro Beratung.

    Die Schlussabstimmung ist nach der zweiten Beratung vorgesehen.

    Kommentare

    User #6410 (nicht angemeldet)

    Hätte in den 80er Jahren mehr Wonnraum, zusätzliche Wohnung machen können. Aber die Ausnützungsziffer stand im Weg. Jetzt eckt es mich an, hat immer noch zuviele Vorschriften. Leckt mir doch...

    User #2143 (nicht angemeldet)

    Ich bin Hausbesitzer und und kein "Hausbesitzende"?

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