Schwyz

Zwei Wölfe tappen in Alpthal SZ in eine Fotofalle

Keystone-SDA Regional
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Schwyz,

Eine Fotofalle auf dem Gemeindegebiet von Alpthal SZ hat in der Nacht auf Donnerstag zwei Wölfe erfasst. Dies könnte auf eine Paarbildung hindeuten, teilte das kantonale Amt für Wald und Natur am Freitag mit.

Bei den zwei in Alpthal SZ von einer Fotofalle erfassten Wölfen könnte es sich um ein Paar handeln.
Bei den zwei in Alpthal SZ von einer Fotofalle erfassten Wölfen könnte es sich um ein Paar handeln. - Amt für Wald und Natur Schwyz

Um eine mögliche Paarbildung abschliessend beurteilen zu können, brauche es noch weitere eindeutige Hinweise innerhalb der nächsten Monate. Deshalb intensiviere das Amt nun das Fotofallenmonitoring um den Nüsellstock. Hat sich tatsächlich ein Paar gebildet, so könnte dies auf ein bestehendes oder künftiges Rudel hinweisen, hiess es auf Nachfrage von Keystone-SDA beim Amt für Wald und Natur.

Der Kanton fordert die Bevölkerung auf, Nachweise von Grossraubtieren der lokalen Wildhut oder der Polizei zu melden. Informationsschilder an frequentierten Standorten weisen Passantinnen und Passanten auf das Monitoring hin. Fotofallen dürften weder berührt noch beschädigt werden. Vandalismus werde «konsequent zur Anzeige gebracht», schrieb das Amt weiter.

Im Kanton Schwyz kommen in den letzten Jahren immer wieder Wölfe vor. So lebt im Wägital in Ausserschwyz bereits das sogenannte Chöpfenberg-Rudel. Schwyz und der Nachbarkanton Glarus prüfen derzeit erneut einen Abschuss, wie sie Ende Juni mitteilten.

Im vergangenen November wurden drei Jungwölfe des Chöpfenberg-Rudels erlegt. Abschüsse sollen die Gefahr, dass Wölfe Nutztiere reissen, verkleinern und die Scheu der Wölfe gegenüber dem Menschen erhalten, teilte der Kanton Schwyz damals mit.

Kommentare

User #5577 (nicht angemeldet)

Der Wolf gab dem Menschen einen seiner grössten Partner: den Hund. Er half uns beim Überleben und bei unserer Entwicklung. Heute entscheiden wir, ob sein wilder Verwandter noch Platz in unserer Welt hat. Schon verrückt, wie der Mensch oft erst die Natur nutzt – und später bestimmt, was von ihr übrig bleiben darf. Irgendwie scheint es mit vielem auf dieser Welt ähnlich zu laufen.

User #2253 (nicht angemeldet)

In Wildhaus werden 360 Schafe mit HSH erfolgreich organisiert dem Wolf geschützt. Weshalb sollte es andernorts nicht ebenfalls möglich sein? Geiz schützt das Portemonnaie, aber nicht die Weidetiere.

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