Baarer Spinnerei: Hier entstehen 35 neue Wohnungen

Die Weiterentwicklung der Spinnerei an der Lorze in Baar ZG nimmt sichtbar Fahrt auf.

Im Herbst starten die Bauarbeiten für den Ausbau des heute leerstehenden Dachgeschosses der historischen Spinnerei. Geplant sind 35 moderne Duplexwohnungen. Die Arbeiten dauern voraussichtlich rund zwei Jahre.
Mit dem Dachausbau wird ein Teil der Geschichte des denkmalgeschützten Industriegebäudes weitergeschrieben.
Bereits beim Bau der Spinnerei wurde der Dachstuhl so konzipiert, dass ein späterer Ausbau möglich wäre. Entsprechend sind die Voraussetzungen für den Einbau der neuen Dachfenster bereits vorhanden.
Die neuen Wohnungen verteilen sich über zwei Ebenen und verbinden den besonderen Charakter des historischen Gebäudes mit zeitgemässem Wohnkomfort.
Im Zuge der Arbeiten wird die Spinnerei gleichzeitig an das Energienetz des zukünftigen Quartiers angeschlossen, welches auf erneuerbare Energiequellen wie Geothermie und Photovoltaik setzt. Damit kann die Spinnerei langfristig vollständig auf fossile Energieträger verzichten.
Erster sichtbarer Schritt
Die Dachwohnungen sind Teil der umfassenden Weiterentwicklung des Areals Spinnerei an der Lorze. Die Baarer Stimmberechtigten haben dem Projekt Ende 2023 mit einer klaren Zweidrittelmehrheit zugestimmt.
Ziel ist die Transformation des heutigen Industrie- und Gewerbestandorts in ein lebendiges, durchmischtes Quartier mit Wohnen, Arbeiten und Begegnung.
Nach der Fertigstellung werden auf dem Areal insgesamt rund 370 Wohnungen entstehen – darunter preisgünstige Wohnungen, Familienwohnungen sowie altersgerechte Wohnangebote.
Ergänzt werden diese durch neue Läden, Cafés, öffentliche Plätze und zusätzliche Flächen für das lokale Gewerbe. Bestehende Gewerbeflächen bleiben erhalten und werden durch neue Nutzungen ergänzt.

Derzeit wird mit Hochdruck an den nächsten Planungsschritten gearbeitet. Im Fokus steht dabei die Einreichung des Baugesuchs für die Etappe Süd, die noch vor Ende Jahr erfolgen soll.
Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist nach heutiger Planung bis 2031 vorgesehen.
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in der «Zuger Woche» erschienen.








