Stadtzuger Volksinitiative «Unterer Frauenstein» lanciert

Komitee «Unterer Frauenstein»
Komitee «Unterer Frauenstein»

Region Zug,

Die Zuger Bevölkerung lanciert eine Volksinitiative: Mit der Parkanlage «Unterer Frauenstein» soll der öffentliche Seezugang erweitert werden.

Unterer Frauenstein Zug Initiative
Luftaufnahme Grundstück «Unterer Frauenstein» neben Theater Casino und Seelikon. - zVg

Am 16. März 2026 startete die Unterschriftensammlung für die Stadtzuger Volksinitiative «Unterer Frauenstein, Artherstrasse 6, Zug: Parkanlage mit freiem Seezugang und Villa für die Zuger Bevölkerung sichern».

Ziel ist, dass die Stadt Zug das Grundstück an einmaliger Lage erwirbt und öffentlich zugänglich macht. Mit der Initiative soll noch dieses Jahr ein Volksentscheid herbeigeführt werden.

Mindestens 800 gültige Unterschriften bis zum 30. Mai gesammelt haben

Nach dem Nein im Grossen Gemeinderat zum Kauf des Grundstücks an der Artherstrasse 6 hat sich ein neunköpfiges Initiativkomitee aus Zugern gebildet, mit dem Ziel, das Geschäft dem Volk vorzulegen.

Anstoss dazu gab Monika Mathers-Schregenberger, die bereits im vergangenen Jahr mit einer Einzelinitiative verlangte, dass die Stadt Kaufverhandlungen aufnimmt.

Bis zum 30. Mai 2026 sollen mindestens 800 gültige Unterschriften gesammelt werden, damit die Zuger Stimmberechtigten über den Kauf entscheiden können.

Arrondierung mit dem Casino – Öffentlicher Seeuferweg erweitern

Die Villa Unterer Frauenstein aus dem Jahr 1850 liegt auf einem 5500 Quadratmeter grossen Grundstück mit rund 70 Metern freiem Seeanstoss – direkt neben der Badi Seeliken und dem Theater Casino. Solche Grundstücke direkt am See kommen selten bis nie auf den Markt.

«Es geht darum, ein Stück Zuger Seeufer und eine wunderbare Parkanlage dauerhaft für die Öffentlichkeit zu sichern», betont Komiteepräsidentin Monika Mathers. «Wenn dieses Grundstück privat verkauft wird, bleibt es der Bevölkerung auf Jahrzehnte hinaus verschlossen.»

Durch die strategische Arrondierung wird der öffentliche Raum bei Seeliken und Casino fast verdoppelt und ein durchgehender, öffentlicher Seezugang vom Landsgemeindeplatz über die Badi Seeliken bis zur Villa Unterer Frauenstein ermöglicht. Das ist eine einmalige Gelegenheit.

Bereits im Jahre 1980 haben der damalige Stadtrat und der Grosse Gemeinderat über die Liegenschaft debattiert. Damals wurde zugunsten der Einwohnergemeinde Zug ein Vorkaufsrecht befristet auf 30 Jahre eingeräumt. Im Gegenzug erfolgte damals die Zonierung des Grundstückes in der Zone W2b. Nun hat die Stadt die Möglichkeit, dieses Grundstück effektiv für die Öffentlichkeit zu sichern.

Investition mit Weitblick – Sachwert-Investition aus eigenen Mitteln

Der vereinbarte Kaufpreis von 44 Millionen Franken basiert auf einem unabhängigen Bewertungsgutachten. Für das Initiativkomitee ist klar: Der Erwerb ist eine langfristige Investition in die Lebensqualität der Stadt Zug.

Ausreichende Grün- und Freiräume zu sichern ist essenziell in der stark wachsenden Stadt Zug. Und auch finanziell ist der Kauf vertretbar. Die Stadt kann den Kauf heute ohne Aufnahme von Fremdkapital aus Eigenmitteln finanzieren, die 44 Millionen Franken entsprechen lediglich einem Drittel des letztjährigen Jahresüberschusses. Und in Zukunft ist damit zu rechnen, dass der Landwert noch weiter steigen wird.

«Es ist eine Investition in die Identität und den öffentlichen Raum unserer Stadt, von der Zug noch in Jahrzehnten profitieren wird», ist sich das Komitee einig.

Zusammen mit den geschätzten 10,5 Millionen Franken für die Instandsetzung und Erneuerung der Gebäude und Uferanlage investiert die Stadt rund 54,5 Millionen Franken in einen bleibenden Sachwert, der über Generationen hinweg den Zugerinnen und Zugern zugutekommen wird.

Grosse Sammelaktion am 28. März

Am Samstag, 28. März 2026, von 9 bis 12 Uhr auf dem Landsgemeindeplatz in Zug findet eine grosse Unterschriftensammelaktion statt.

Unterschriftenbögen können bereits jetzt heruntergeladen und so schnell wie möglich eingereicht werden, unter der Webseite «frauenstein-ja» mit dem «ch» für die Schweiz dahinter.

Das Komitee ist überzeugt, die Unterschriften bis vor den Sommerferien einreichen zu können.

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