Gemeinde verbessert Arbeitszufriedenheit in der Verwaltung

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Region Zug,

Nach der Mitarbeitendenbefragung 2025 setzt Baar Massnahmen zu Kommunikation, Lohntransparenz und Wertschätzung um. Die nächste Umfrage folgt in drei Jahren.

Gemeindeverwaltung Baar.
Gemeindeverwaltung Baar. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Wie die Gemeinde Baar schreibt, hat sie im Frühling 2025 eine Mitarbeitendenbefragung durchgeführt. Die Analyse hat Handlungsfelder aufgezeigt. Nun hat der Gemeinderat erste Massnahmen beschlossen. Die Mitarbeiter der Einwohnergemeinde Baar sind grundsätzlich zufrieden:

Sie stufen die Arbeitszufriedenheit mit 5,3 auf einer siebenstufigen Skala ein. Das ergab eine umfassende Mitarbeitendenbefragung, die die Gemeinde im Frühling 2025 durchgeführt hat. Mit einer hohen Rücklaufquote von 79,7 Prozent und 507 Teilnehmenden sind die Ergebnisse repräsentativ und bieten wertvolle Einblicke in die Zufriedenheit der Verwaltungsmitarbeitenden und Lehrpersonen.

In der Verwaltung sind die Faktoren Team, Führung und Qualität der Arbeit besonders positiv bewertet worden. Handlungsbedarf besteht jedoch beim Informationsfluss, bei den Anstellungsbedingungen im Bereich der Transparenz bei der Lohnentwicklung sowie bei der Anerkennung und Wertschätzung. Für die Schulen wurde eine separate Analyse vorgenommen, da die Befragung andere Handlungsfelder aufgezeigt hat.

Basierend auf den Ergebnissen und den Empfehlungen des Instituts für Arbeitsforschung und Organisationsberatung (iafob) hat die Geschäftsleitung der Gemeinde Baar mehrere Handlungsfelder für die Verwaltung identifiziert und priorisiert. Diese wurden in einem Workshop mit externer Begleitung durch das iafob weiter konkretisiert und abschliessend durch den Gemeinderat beraten und verabschiedet.

Mehr Information, mehr Präsenz

Die ersten Massnahmen werden bereits jetzt umgesetzt. So soll der Informationsfluss innerhalb der Verwaltung optimiert werden. Wichtige Entscheidungen des Gemeinderats und der Geschäftsleitung werden künftig nicht mehr nur mündlich, sondern regelmässig auch schriftlich über die Intranet-Plattform an die Mitarbeitenden kommuniziert.

«Wir wollen transparent sein, wo es möglich ist», erklärt Gemeindepräsident Walter Lipp. Die Führungskräfte auf allen Stufen wollen zudem die Wertschätzung und Anerkennung noch aktiver als bisher fördern – durch mehr Präsenz und aktives Handeln. Dies umfasst regelmässige Besuche am Arbeitsplatz und ein offenes Ohr für Anliegen. «Das Wohlbefinden unserer Mitarbeitenden liegt uns am Herzen», betont Walter Lipp.

Die Geschäftsleitung überprüft zudem den Lohnentwicklungsprozess, versucht ihn einfacher zu gestalten und zu straffen und damit mehr Transparenz zu schaffen. Ebenso sollen die Kriterien für die Lohnentwicklung griffiger formuliert werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Gesundheitsschutz und die Sicherheit am Arbeitsplatz.

Mit regelmässigen Ausbildungen im Bereich medizinische Nothilfe und Deeskalation ist die Gemeinde hier bereits aktiv. Hinzukommen soll eine bessere Information der Mitarbeitenden, wie im Notfall zu handeln ist. Dazu gehören die Erstellung eines Sicherheitshandbuchs, regelmässige Sicherheitsrundgänge, klare Alarm- und Notfallprozesse sowie Schulungen und Wiederholungstrainings auch im Bereich der Brandbekämpfung.

In rund drei Jahren folgt die nächste Befragung

Mittel- bis langfristig sollen die Führungskompetenzen gestärkt werden. Führungskräfte werden durch Trainings und Coachings weiterentwickelt. Es soll ein gemeinsames Führungsverständnis erarbeitet und in der gesamten Verwaltung etabliert werden.

Das Angebot an internen Schulungen und Weiterbildungen wird überprüft und gegebenenfalls erweitert, um sicherzustellen, dass alle Mitarbeitenden auf dem neuesten Stand bleiben.

Mit den nun beschlossenen Massnahmen ist der Prozess nicht beendet. «Wir sind bestrebt, die Arbeitszufriedenheit kontinuierlich weiter zu verbessern», erklärt Walter Lipp.

«Der Gemeinderat wird die Umsetzung der Massnahmen überprüfen und zusammen mit der Geschäftsleitung weiterentwickeln.» Aufschluss über die Wirkung der nun beschlossenen Massnahmen soll in rund drei Jahren eine nächste Mitarbeitendenumfrage geben.

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