Aeschi (SVP): «Individualbesteuerung ist kompliziert und ungerecht»

Thomas Aeschi
Thomas Aeschi

Region Zug,

Kompliziert, ungerecht und teuer sei das geplante Bundesgesetz zur Individualbesteuerung. Im Gastbeitrag plädiert Thomas Aeschi (SVP) für ein Nein am 8. März.

SVP Thomas Aeschi Nationalrat
Thomas Aeschi (SVP-Nationalrat) fordert von den welschen Kantonen ein härteres Durchgreifen bei der Ausschaffung krimineller Ausländer. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Am 8. März stimmt die Schweiz über das neue Bundesgesetz zur Individualbesteuerung ab.
  • SVP-Nationalrat Thomas Aeschi plädiert im Gastbeitrag für ein Nein.
  • Das Splitting-Modell, wie es der Kanton Zug anwende, sei eine bessere Alternative.

Nur sehr knapp hat der Nationalrat für die Einführung einer neuen Individualbesteuerung für verheiratete Paare gestimmt.

Frau Laptop Steuererklärung Individualbesteuerung
Die Individualbesteuerung sieht vor, dass jede Person ihre Steuererklärung einzeln ausfüllt. (Symbolbild) - Keystone

Im Ständerat war der Entscheid hauchdünn: 22 gegen 21 Stimmen. Hingegen lehnt die Konferenz der Kantonsregierungen die Individualbesteuerung ab. In der Vernehmlassung haben 21 der 26 Kantone die Vorlage abgelehnt.

Kompliziert, ungerecht und teuer

Zahlreiche Argumente sprechen gegen die Individualbesteuerung: Erstens ist sie kompliziert. Damit das Vermögen eines Ehepaars individuell versteuert werden kann, müsste sein Besitz wie bei einer Scheidung aufgeteilt werden: Bankguthaben, Wohneigentum und so weiter.

Zweitens ist sie ungerecht. Ehepaare mit einem Haupteinkommen oder Familien mit tiefem Zweit-Einkommen müssten deutlich höhere Steuern zahlen.

Drittens ist sie teuer und bürokratisch. Künftig müssten Ehepaare zwei statt nur eine Steuererklärung ausfüllen. Kantone und Gemeinden müssten ihr Steuersystem komplett umkrempeln: Prämienverbilligungen, Stipendien oder Vergünstigungen für familienergänzende Kinderbetreuung: alles müsste neu geregelt werden.

individualbesteuerung
Selbst familienergänzende Kinderbetreuung müsste unter der Individualbesteuerng neu geregelt werden. (Symbolbild) - Keystone

Ein riesiger bürokratischer Aufwand – ohne wirklichen Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger.

Nein zur Individualbesteuerung

Die steuerliche Benachteiligung verheirateter Paare («Heiratsstrafe») kann viel einfacher und ohne bürokratische Individualbesteuerung beseitigt werden.

Beispielsweise mit dem Splittingmodell, wie es der Kanton Zug anwendet.

Weisst du, was das Ehegatten-Splitting ist?

Stimmen deshalb auch Sie am 8. März 2026 – zusammen mit SVP, Mitte und der Zuger FDP – Nein zum Bundesgesetz über die Individualbesteuerung. Danke.

Zum Autor

Thomas Aeschi (*1979) ist seit 2011 Nationalrat für die SVP und SVP-Fraktionspräsident. Er lebt in Baar (ZG).

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